Foracheim 1248- Alltagsleben im mittelalterlichen Regnitztal
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Foracheim 1248- Alltagsleben im mittelalterlichen Regnitztal
 

Weilersbach - St.Anna

St. Anna in Weilersbach St. Anna in Weilersbach Wappen von WeilersbachEs ist nahezu in Vergessenheit geraten, dass das Forchheimer Annafest seinen Ursprung in der Wallfahrt zu St. Anna in Weilersbach (Unterweilersbach) hat. Die von der Pilgerfahrt am 26. Juli eines jeden Jahres heim ziehenden Forchheimer pflegten früher die Rast an den Forchheimer Kellern.

Auch der Ort Weilersbach taucht in den Urkunden zur Einrichtung des Bistums Bamberg 1007 / 1062 auf. Im Ortsteil Reifenberg sitzen bis ins 12. Jahrhundert die gleichnamigen Herren, später gehören die Ortschaften der heutigen Gemeinde im Wesentlichen den Herren von Hetzelsdorf.

Die Ursprünge der Kirche sind unklar, doch handelt es sich wohl um eine spätmittelalterliche Stiftung der Groß Plersfelder, die ein Schloss in Mittelweilersbach besaßen. Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Weilersbach existiert erst von 1511, als eine Prozession zu St. Anna angeführt wird. Schwere Schäden erleidet die Kirche im 2. Markgrafenkrieg 1553, so dass 1606 Langhaus und Turm bis auf die Grundmauern eingefallen sind. Weitere Zerstörungen folgen 1632/34. Der Wiederaufbau erfolgt nach einer ganz Franken umfassenden Spendenaktion ab 1653/54. Der heutige Turm wird 1692 fertiggestellt. Ein weiterer massiver Umbau des Langhauses und des Chors erfolgt 1866/68 im neuromanischen Stil.

1970/72 wird die Kirche um einen modernen Anbau erweitert und das Kirchenumfeld überarbeitet, und u.a. durch fünf barocke Kreuzwegstationen vom Weg nach Kirchehrenbach ergänzt. In diesem Anbau befindet sich u.a. ein Kruzifix von Friedrich Theiler. Altar (1716) und Kanzel der Hauptkirche sind barock.

Trotz allen Baumaßnahmen wird für das Untergeschoss des heutigen Turmes eine Entstehungszeit im 13. Jahrhundert vermutet, so dass die Kirche bereits deutlich älter ist, als vermutet. Dieses Geschoss zeigt noch eine Tonnenwölbung.

Flügelaltar in Weilersbach (ca. 1500) Der gotische Flügelaltar in St. Anna wird 1853 aus der evangelischen Kirche in Hetzelsdorf erworben. Dieser stammt ursprünglich aus einer Nürnberger Werkstatt, um 1500. Er zeigt neben der Muttergottes die heilige Margarethe, die durch ein Kreuz gekennzeichnet wird. und die heilige Katharina. Auf der Rückseite der Flügel befindet sich ein Relief der Verkündigung Maria.





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Stand 28.12.2016 21:59:15 Uhr